Startpunkt | 10.01.2021

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. – Römer 8, 14

Wenn ich diesen Vers lese, spüre ich erstmal Widerstand in mir aufsteigen. Ich denke spontan an den „inneren Antreiber“, die verinnerlichten Anteile meiner Erziehung, die mich antreiben, schneller und mehr zu arbeiten, immer besser zu werden. Ist Gottes Geist etwa auch ein solcher Antreiber, der uns nicht zur Ruhe kommen lässt? Der uns sagt, dass es nie genug ist mit dem, was wir leisten, dass ich nie genüge?

Im achten Kapitel des Römerbriefs, aus dem dieser Vers stammt, wird viel über den Geist Gottes gesagt. Wer er ist und wie er ist und was er in uns und für uns tut. Anstelle von „treiben“ kann man auch übersetzen  „leiten“. Diese Wortwahl passt, so finde ich, viel besser dazu, wie Gottes Geist hier beschrieben wird. Als einer, der Leben und Frieden bringt. Der uns befreit vom Gesetz der Sünde und des Todes. Als ein Fürsprecher und Helfer, wenn wir selbst nicht die richtigen Worte zum Beten finden.

In jedem, der Jesus Christus in sein Leben eingeladen hat, wohnt dieser Geist Gottes und macht uns zu Söhnen und Töchtern, die zu Gott Vater, ja sogar „Papa“ sagen dürfen. Ohne Angst und ohne Furcht vor ihn kommen und unser Herz vor ihm ausschütten dürfen.

Ich wünsche dir und mir, dass wir das heute und jeden kommenden Tag so erleben und uns von Gottes Geist auf sanfte Weise leiten lassen.

Brigitte Helm

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