Startpunkt | 07.03.2021

Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. – Lukas 9, 62

Wenn ich diesen Vers lese, sehe ich spontan ein Bild vor mir. Ein Bauer in alter bäuerlicher Kleidung, der mit einem einfachen Pflug aus Holz und Eisen einen Acker bearbeitet, vor den Pflug einen Ochsen gespannt.

Eine anstrengende, mühselige Arbeit ist es, den Boden auf diese Weise zu bearbeiten und tiefe Ackerfurchen zu schaffen, in die später die Samenkörner eingesät werden können.

Damit die Furchen gerade werden und ihren Zweck erfüllen ist es notwendig, seinen Blick nach vorne zu richten. Dort, wo ich hinblicke, bewege ich mich auch hin.

Blicke ich zurück, sehe ich vielleicht, was alles krumm und schief geworden ist, aber ich verliere dabei das Ziel aus den Augen.

Wenn ich in meinem Leben zurückblicke, sehe ich wahrscheinlich auch einiges, was nicht gerade und richtig verlaufen ist. Aber das ist nicht das Wesentliche. Gott kann auch auf bisher krumm verlaufenen Linien gerade schreiben. Ich darf die Vergangenheit hinter mir lassen, mich neu ausrichten, nach vorne schauen.

Paulus schreibt in seinem Brief an die Philipper: „…ich vergesse, was dahinten ist und jage nach dem Ziel, der himmlischen Berufung Gottes in Christus…“

Bei allem, was in deinem und meinem Leben bisher vielleicht schief gelaufen ist: sich neu ausrichten und schließlich am Ziel bei Gott ankommen, das ist das Entscheidende und dazu möchte Jesus uns Mut machen.

Brigitte Helm

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